Fotoaktion zum Weltbodentag am 5.12.2020

Am 5. Dezember ist Weltbodentag: Ein Tag für unsere meist unterschätzte Ressource

Das große Erwachen nimmt Fahrt auf: Weltweit haben Entscheider in Politik und Wirtschaft das Abwiegeln beendet und begreifen allmählich, dass es Ernst ist in Sachen Klimaschutz. Im Schatten der spektakulären Bilder brennender Landschaften und schmelzender Eisflächen anderswo auf dem Planeten aber geht vor unseren Haustüren ein Raubbau weiter, der nicht weniger Aufmerksamkeit verdient: Die großflächige Versiegelung unserer Böden für neue Siedlungen, Verkehrs- oder Gewerbefläche.

Mit der leichtfertigen Zerstörung wertvoller Böden schaffen wir Fakten, die nicht wieder gut zu machen sind. Seit 1992 haben wir in Deutschland allein 1,35 Mio ha landwirtschaftlicher Flächen verloren – das entspricht mehr als fünfmal der Fläche des Saarlandes.

Bereits 2002 hatte die Bundesregierung eine Netto-Null-Neuversiegelung von Böden als Ziel gesetzt – dennoch verbrauchen wir auch heute noch das Doppelte dessen, was für 2020 angestrebt war. Das sind schlechte Nachrichten für regionale Ernährungssicherung, biologische Lebensräume, Grundwasser-Neubildung und die lange Zeit unterschätzte klimatische Ausgleichsfunktion unserer Böden.

Fotoaktion zum Weltbodentag

Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände, Bauernverbände und unabhängige Fachleute haben sich im Bundesbündnis Bodenschutz zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die fortschreitende Zerstörung unserer Lebensgrundlage Boden aktiv zu werden.

Deshalb schließen wir uns der Initiative des Bündnismitglieds  BUND LV Rheinland-Pfalz an und rufen zur Teilnahme an der Fotoaktion auf:

Fotografiert, wo auch immer wertvolle Flächen von Versiegelung bedroht sind, mit Schildern wie dem abgebildeten, schreibt dazu, wo es aufgenommen ist  und sendet es bis zum 1. Dezember an:  jenni.follmann@bund-rlp.de oder an info@bundesbuendnis-bodenschutz.de.  Die Fotos werden am Weltbodentag in den Sozialen Medien und im Lumbricus-Blog veröffentlicht.