Steuern – Zahlen

Bei Diskussionen um Sinnhaftigkeit und Nutzen weiterer Gewerbegebiete wird unweigerlich ziemlich schnell das Themenfeld Steuern erreicht.

Hier präsentieren wir aktuelle, aber noch nicht abgeschlossene, Überlegungen von Thilo Sekol.

Die Grafik zeigt die Entwicklung in Weinheim hinsichtlich Steuerkraftsumme, Steuerkraftmesszahl, Schlüsselzuweisung und Fläche.

Obwohl die Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsfläche stark gestiegen ist, ist die Zahl der Einwohner im Vergleich dazu nur unwesentlich gewachsen.

Damit hat sich die Bedarfsmesszahl logischerweise nur gering erhöht.
Diese wird nach der Zahl der Einwohner berechnet.

Die Steuerkraftsumme kann daher nur aus folgenden Punkten gestiegen sein.

  1. Differenz in der Gewerbesteuer (Hebesatz vs. Anrechnungshebesatz)
  2. Höhere Steuereinnahmen und damit eine positivere Verteilung der Anteile (EkSt, UmSt) auf die Kommunen

Die Gewerbegebiete haben auch keinen Effekt, denn die Schlüsselzuweisungen sind auch nahezu konstant geblieben.

Das bedeutet der überwiegende Anteil der GewSt bringt keinen Effekt, Weinheim hat es nicht geschafft seine „Sozialhilfe“ bzw. Schlüsselzuweisungen zu reduzieren mit eigener Steuerkraft.

Dass Steuerkraftsumme und Steuerkraftmesszahl parallel verlaufen ist klar, die Differenz ist annähernd die Schlüsselzuweisung (abgesehen von zeitlichen Aspekten und Anpassungen.

Fazit: durch mehr Fläche konnte Weinheim seine Einnahmen (Gewerbe, Einwohner) kaum verbessern aber die Kosten sind gestiegen (hier nicht dargestellt, da nur Einnahmenseite).

Quellen: statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Regionaldaten und Finanzen/Finanzausgleich