Warum heute kämpfen

Die gesetzliche Bindungsfrist des Bürgerentscheids über die Breitwiesen aus dem Jahr 2013 ist 2016 abgelaufen. Nicht erst seitdem wird im Weinheimer Rathaus viel Zeit und Geld dafür ver(sch)wendet, die Breitwiesen möglichst bald als Gewerbegebiet im Gemeinderat durchzusetzen.

Dies beweist wenig Respekt vor dem erklärten Willen der Weinheimer Bürgerinnen und Bürger. Bereits im Jahr 2012 Jahren argumentierte aus dem Rathaus und diversen Vereinigungen von Gewerbetreibenden, ein „Gewerbegebiet Breitwiesen“ sei unabdingbar, um das Gewerbesteueraufkommen zu erhöhen.

Seit dieser Zeit sind die Einnahmen aus Gewerbesteuern ohne zusätzliche Gewerbegebiete fast um ein Drittel gestiegen, von 23 Mio auf 30 Mio €.

Noch nie flossen so hohe Gewerbesteuereinnahmen in die städtischen Kassen, wie seit dem Bürgerentscheid 2013 – und trotzdem reichen die Einnahmen angeblich immer noch nicht.

Würden Sie mit neuen Gewerbegebieten reichen? Das bezweifeln wir.

Finanzprobleme der Stadt Weinheim sind nicht von fehlenden Gewerbeflächen verursacht. Es ist der falsche Weg, weitere Grünflächen um die Stadt zu versiegeln. Zunächst verursacht die Erschließung hohe Kosten und, was noch schwerer wiegt, die Grünflächen wären dann unwiederbringlich für die nächsten Generationen zerstört.

Leider haben die Verwaltungsspitze und ein Teil des Gemeinderats das deutliche Signal der Weinheimer Bürgerinnen und Bürger immer noch nicht verstanden.

Wieder soll eine größere landwirtschaftliche Fläche, die vielen Bürgern auch als Naherholungsgebiet dient, zugebaut werden: Die 12,5 ha große „Hintere Mult“.

Dazu sagen wir NEIN!